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KI in der Pflege · Heiko Mania · Admin · 0 Follower · 26.08.2026 · 51 Aufrufe

KI-Kompetenz für Pflegefachkräfte: Projekt „KI-PflegeFit“ sucht Teilnehmende

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Pflegealltag. Damit wächst aber auch die Notwendigkeit, dass Pflegefachkräfte nicht nur neue KI-Werkzeuge bedienen, sondern deren Möglichkeiten, Grenzen und Risiken selbst beurteilen können. Genau hier setzt das Projekt „KI-PflegeFit“ an.

Die Ostfalia Hochschule in Wolfsburg und die Kreisvolkshochschule Gifhorn suchen aktuell deutschlandweit Pflegekräfte, die an dem Projekt „KI-PflegeFit“ teilnehmen möchten. Angeboten werden drei Online-Workshops, die auch unabhängig voneinander besucht werden können. Für Pflegekräfte ist die Teilnahme kostenlos und wird mit einem Zertifikat abgeschlossen.

Inhaltlich geht es bewusst nicht nur darum, einzelne KI-Anwendungen kennenzulernen. Vermittelt werden technisches Verständnis und mögliche Einsatzfelder ebenso wie rechtliche und ethische Fragestellungen. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von der Diakonie Niedersachsen, dem Herzogin Elisabeth Hospital, den Helios Bildungszentren und der AG Pflegestrategie des Klinikums Hannover. Finanziert wird es aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds.

Pflege muss KI selbst beurteilen können

Aus Sicht der Pflegeinformatik ist genau dieser Kompetenzaufbau entscheidend. Die Frage der kommenden Jahre wird nicht nur sein, wo KI in der Pflege eingesetzt werden kann, sondern wer beurteilen kann, ob eine konkrete Anwendung fachlich sinnvoll ist.

Eine Pflegefachkraft muss dafür kein Data Scientist werden. Sie sollte aber einschätzen können, woher eine KI ihre Informationen bezieht, warum Ergebnisse fehlerhaft sein können, welche Daten verarbeitet werden, wann menschliche Kontrolle erforderlich ist und wo aus einer vermeintlichen Unterstützung ein Risiko für Pflegebedürftige oder Pflegefachkräfte entstehen kann.

Gerade mit KI-gestützter Dokumentation, Entscheidungsunterstützung, Sprachsystemen, Sensorik und zunehmend auch generativer KI wird diese Kompetenz zu einem Bestandteil professioneller digitaler Handlungskompetenz.

Projekte wie KI-PflegeFit sind deshalb mehr als klassische Software-Schulungen. Sie können dazu beitragen, Pflegefachkräfte von Anwenderinnen und Anwendern zu kompetenten Mitgestaltern der KI-Transformation zu machen.

Denn wenn KI künftig einen größeren Teil pflegerischer Informations- und Arbeitsprozesse beeinflusst, sollte die professionelle Pflege nicht nur lernen, diese Systeme zu benutzen. Sie muss auch in der Lage sein, kritisch und fachlich fundiert über ihren Einsatz mitzuentscheiden.

👉 Weitere Informationen und Hinweise zur Anmeldung gibt es im Beitrag von Radio Okerwelle.

Zum Originalbeitrag „Einsatz von KI in der Pflege“

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